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Zwei Stühle stehen einander gegenüber… einer bestrickt, ein anderer bezeichnet…

der eine, graphisch reduziert, wirkt spitz, kühl, roh, hart… der andere bildet mit seinen üppigen, polsternd weichen Rundungen einen warmen Gegensatz…

der eine scheinbar, der andere tatsächlich… Strickschrift und Gewirk, Theorie und Praxis… Code und Übersetzung treten in einen Dialog…

sie entstammen unterschiedlicher Medien, sprechen andere Sprachen und doch meinen beide dasselbe… so unterschiedlich sie auch erscheinen mögen, so untrennbar ist ihre Idee…

musterhaft ist das Gestrick… Maschen um Maschen fügen sich zu einer Fläche… der Blick löst sich von der Einzelnen und erfasst das Ganze…

Material: aussortierte Stühle aus dem Bestand der Abteilung Textil, Kunst, Design (ufg); Wolle, Marker

Linz, 2015

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Loden-Overall

Weil heuer ein so lauschiger Herbst war, hab ich das mit den  warmen Wintersachen fürs Baby komplett übersehen – und da waren sie auch schon ausverkauft, die guten Sachen in der richtigen Größe 🙂

Nachdem ich am Dachboden  alte Burdahefte gefunden hab – hab ich mich dann entschieden einen Overall für Liliane selbst zu nähen.

Den Schnitt hab ich leicht abgewandelt und eine gefütterte Version davon gemacht.

Materialien:
Außen – Lodenähnlicher Stoff
Innen – „Wabenjersey“

Größe 80

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Wende-Beanie

Nachdem das Angebot der Hauben in den Geschäften nicht wirklich unseren Wünschen entsprach, hieß es also wieder mal selber machen 🙂

Und der Kopf von so kleinen Wutzerln wächst so schnell  – man kommt ja gar nicht mit! Aber mit diesem Schnitt hat man ein relativ langes Auskommen – man kann sie 1x, 2x umschlagen oder eben gar nicht und das Jersey dehnt sich ganz gut!DSC_2802_ret-web


my first blackbook

Baby´s erstes Fühl-Stoffbuch zeigt Motive aus dem (erweiterten) Garten. Sie bestehen aus verschiedenen Materialen, die sinnliche Eindrücke bieten – vom funkelnden Glitzerstoff und Spiegelfolie über weichen Samt, erhabenen Stickapplikationen, eingearbeiteten Knisterpapier und schnalzender Luftpolsterfolie bis hin zum duftenden Ledereinband.

Einband: recyceltes Leder (Couch)
Innenleben: Stoffe aus Omas Stofftruhe und andere recycelte Materialien

Versch. Techniken: Mola, Applikation, Stickerei,…

 

 


Bild_Geschichte

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Eigentlich gibt es ja gar keine Wahrheit – schon gar nicht in münlich überlieferten Geschichten, denn jeder erzählt sie anders weiter oder nimmt sie anders wahr. Es entstehen durch eigene Erfahrungen, Erlebnisse,… verschiedene Wichtigkeiten und der Fokus liegt auf unterschiedlichen Teilen der Geschichte. Auch die mit den Inhalten verbundenen Emotionen können stark variieren – sowohl beim Erzähler als auch beim Zuhörer. 

Wenn mir meine Oma zum Beispiel eine Erinnerung aus ihrer Kindheit erzählt, so wird sie von verschiedenen Faktoren beeinflusst.
Zum einen wird die Klarheit ihrer Erinnerung durch die inzwischen vergangene Zeit getrübt, das heißt, sie kann sich gar nicht mehr im Detail daran erinnern.
Zum anderen kommt die positive Relativierung ins Spiel, sprich man schönt gewisse Ereignisse im Nachhinein, oder merkt sich schlicht nur die guten Geschichten. Oft erfindet man Lügen um sich selbst vor der Vergangenheit und den damit verbundenen Erinnerungen zu schützen oder einfach nur um Lücken zu schließen. Auch können Krankheiten dazu kommen, die einen vergessen lassen.

Ich selbst nehme diese so verzerrte (oder auch bewusst zensierte) Erzählung dann auf meine Art auf, kann also gar nicht anders als den Inhalt subjektiv wahrzunehmen.

Wenn ich die Anekdote dann meinen Enkeln weitererzähle werde, wird diese Geschichte dann eine andere geworden sein.

Der Wahrheits-Gehalt von mündlich überlieferten Geschichten wird durch das Weitererzählen also immer verzerrt. Um diese Verzerrung zu thematisieren kann man das auf Latex übertragene Bild mit den am Außen-Rahmen befestigten Perlen verzerren. Der/die BesucherIn interagiert so mit den Bildern und wird beim betrachten dieser eigene Geschichten kreieren.

Foto-Kopien auf Latex
Holz-Rahmen aus einem alten Gitterbett
ca. 15×20 cm  (versch. Formate)

Gezeigt 2015 im Zuge der Ausstellung „Co-Creation No Curation“ im Raumschiff Linz


Zille

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Was bleibt über, wenn man einem Etwas seine Funktion/Nützlichkeit/Bestimmung entzieht?
Das raumgreifende Objekt aus Tüll, stellt den Versuch dar, dies einzufangen und das Seelenhafte abzubilden. Es weist durch ihre auflösende und verdichtende Erscheinung auf eine Situation des Übergangs hin.
Das „Boot“ als Symbol steht dabei selbst sinnbildlich für einen Übergang – zB. in einen anderen Seinszustand bzw. einen Aufbruch in ein anderes Leben, sei es im religiösen, mythologischen, kulturellen oder politischen Sinn.
Maße: ca. 7x1m
(Die Maße der Zille beziehen sich auf ein konkretes Original. Es handelt sich um eine nahezu 1:1 Umsetzung eines realen Vorbildes)
Materialien: Tüll, Plastik- und Alurohre
erstmals gezeigt: Ausstellung „Was übrig bleibt“ 2015, Raumschiff Linz

Umstands-Kleid

Aus der Reihe hormonbedingte Textilarbeit 😉

Umstandskleid mit verschiedenen Gürtel-Lösungen

Auch nach der Schwangerschaft tragbar
verarbeitetes Material: 3m Viskose-Jersey